Ein Liedthema wird aus der Tradition des Osterreitens der Sorben entstehen (Länge 15-20 Minuten).

1: Die Szenerie beginnt in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags. Wir erkennen einen Stall, junges Tageslicht scheint durch die Fenster, die Pferde fressen ihr Heu während sie  gestriegelt, geschmückt und gesattelt werden. Die Männer führen konzentriert ihre Handgriffe durch.        

 

Es herrscht entsprechende Stille, keiner spricht, einzig Vogelzwitschern überzieht das Gehöft mit der Aura des Frühlings.

2: Die Pferde werden im Innenhof bestiegen. Die Reiter tragen ihre traditionelle Kostümierung. Die Tiere schnaufen durch ihre Nüstern. Langsam treten immer mehr Menschen vor ihre Häuser. Bald versammeln sich die Reiter des Dorfes, um sich im Anschluss mit den anderen Reitern der umliegenden Dörfer zu verbinden. So kommen etwa 300 Pferde zusammen.

 

Beim Ausritt auf die Straße klacken die Hufen auf dem Asphalt und auf dem Kopfsteinpflaster. Erste Gesänge sind von den Reitern zu hören, die an jenem Hofe vorbeiziehen. Immer mehr Gesänge mischen sich von nah und fern.

3: Hier führt uns die Kamerafahrt entlang der geschmückten Pferde, wir hören die Hufen auf das Kopfsteinpflaster schlagen und sehen hunderte, in Schwarz gekleidete Reiter vor einer Kulisse aus Wald und Gegenlicht.

 

Der altehrwürdige Tross kommt vor der Dorfkirche im ostsächsischen Ralbitz zum Stehen und Angehörige der größten Minderheit in Sachsen stimmen nach einer Form der Stille zum gemeinsamen Gesang der sorbischen Sprache an – ein Chor der Männer, wie er seit hunderten von Jahren erklingt. Wir sehen Felix Räuber und wie er von diesen Momenten, zwischen den Tieren und Sängern, Aufnahmen tätigt, um im Anschluss mit der Atmosphäre und Sprache arbeiten zu können.

4: Dazwischen erfahren wir aus dem Off vom Sprecher und von Reitern Sätze, die auf die Bedeutung der Tradition schlussfolgern lassen. Gebetsstrophen werden rezitiert.

5: Die Kirche von Ralbitz, die Reiter kommen hier aus der gesamten zusammen, in mehreren Runden umkreisen sie das Gotteshaus. Sie singen, kommen zum Stehen, beten, traben weiter. Choräle dominieren die Atmosphäre.

6: (…)

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